Über mich - Meine Spuren

Ich bin Juliane und ich glaube, dass jeder von uns seinen eigenen, ganz unverwechselbaren Lebensweg geht. Auf diesem Weg ist es vor allem wichtig, dass du nach vorne schaust, denn du gestaltest deine Zukunft selbst. Du bestimmst, wer du bist. Menschen, Situationen, Glaubenssätze, Gewohnheiten, Vergangenes - all das hat Spuren in deinem Leben hinterlassen, zum Teil sehr tiefe. Ich möchte dir meine Spuren zeigen, denn ich bin sicher: Wenn ich es mit diesen tiefen Spuren geschafft habe, meine innere Heldin ans Licht zu bringen, dann schaffst du es auch!

Die ersten Spuren

Ich möchte dich kurz mitnehmen, ins​ ​Jahr​ ​1996. Ich​ ​bin​ ​zehn​ ​Jahre​ ​alt. ​Ich​ ​besuche​ ​die​ ​vierte​ ​Klasse​ ​der Grundschule und die ​einzigen zwei wirklich tiefen Spuren,​ ​die zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben zu sehen sind, ​sind die Scheidung meiner Eltern (in meinem siebten Lebensjahr) und meine früher regelmäßigen, ​epileptischen​ ​Anfälle.​

​Ich​ ​bin​ ​schon immer​ ​ein​ ​kleines​ ​Energiebündel und liebe es, von Herzen ​zu​ ​lachen,​ fröhlich und​ ​laut​ ​zu sein. ​Meine​ ​Erkrankung​ ​beeinflusst ​mich​ ​nun nicht​ ​mehr​ ​so stark​ ​und sogar​ ​mein Sportunterricht-Verbot​ ​​ist​ gerade ​aufgehoben worden.​

​Endlich habe ich​ ​den​ ​Freifahrtschein​ ​und​ ​darf ​wieder​ ​„normal“​ ​sein: Mich​ ​normal bewegen​ ​wie​ ​alle​ ​anderen und ich​ ​gehöre​ ​endlich wieder​ ​dazu! Kennst du diese Kinder, die es hassen am Sportunterricht teilzunehmen? Das kann ich überhaupt nicht verstehen, ganz im Gegenteil - ich​ ​habe mich​ ​so lange danach​ ​gesehnt.​ Denn meine Erkrankung​ ​hatte​ ​viele​ ​Schattenseiten. Das ​Schlimmste​ ​war mein​ ​medikamentös bedingtes​ ​Übergewicht.​ ​Bereits seit​ ​der​ ​ersten​ ​Klasse​ ​wurde​ ​ich​ ständig​ ​für​ ​mein​ nicht​ ​normales​ ​Körpergewicht​ ​gehänselt.​ ​Das ​war​ extrem ​schmerzhaft und ich​​ ​wurde​ eine richtige ​Einzelkämpferin.

Doch​ ​an​ ​diesem​ ​Tag, als das Sportverbot endlich aufgehoben war,​ ​wurde​ ​alles​ anders. Ich dachte: Das ist meine Chance!​ ​Endlich​ ​wird​ ​sich​ ​etwas​ ​ändern! Endlich​ ​kann​ ​ich​ ​dazu gehören! Endlich​ ​kann​ ​ich​ ​mich​ ​bewegen​ ​und​ ​abnehmen.​ Dann hat all das Mobbing ein Ende.

Weißt du, Diäten​ ​waren​ ​bereits in​ ​diesem​ ​Alter​ ​ein​ ​großes​ ​Thema​ ​für​ ​mich.​ Mit zehn.

Manche Spuren sind unverwischbar

Als​ ​ich​ ​dann​ ​endlich​ ​Fuß​ ​gefasst​ ​hatte und wie alle anderen ​am​ ​Sportunterricht teilnehmen​ ​konnte, ging​ ​ein​ ​großer​ ​Wunsch​ ​von​ ​mir​ ​in​ ​Erfüllung: ​Meine​ ​Mama​ meldete mich in dem​ ​Handballverein​ ​an,​ ​in ​dem​ ​ich​ ​schon​ so ​lange​ mit ​trainieren​ ​wollte.​ ​Ich war fasziniert​ ​von​ ​dieser​ ​Sportart,​ ​wollte​ ​gemeinsam​ ​im​ ​Team​ ​kämpfen,​ ​Halt​ ​und Zugehörigkeit​ ​spüren.​

Doch schon nach​ ​wenigen​ ​Wochen​ ​fiel​ ​ich​ ​immer​ ​wieder​ ​aus,​ ​hatte ständig Verletzungen​ ​und​ ​Schmerzen.​ ​Dieser Zustand hat sich lange ​hingezogen und mein Handballtraum war schnell ausgeträumt. Es folgten​ ​ständige Knieschmerzen; teilweise so schlimm, dass ich wie aus dem Nichts nicht einmal mehr laufen konnte. Nach etlichen​ ​Wochenendbesuchen​ ​in​ ​der​ ​Rettungsstelle​ ​wurde​ ​ich​ ​zu​ ​einer​ ​Ärztin verwiesen,​ ​die einen Bluttest machen sollte.​ ​Schon nach​ wenigen​ ​Stunden​ ​hatten​ ​wir​ die​ ​Ergebnisse​ - ​und​ ​der​ ​Alptraum​ ​ging​ ​los.​ ​Ich​ ​war gerade einmal elf ​Jahre​ ​alt​ ​und bekam​ ​die​ ​Diagnose​ „​Rheuma“.​ ​Ja​ ​richtig,​ ​Rheuma. Diese ​Erkrankung​, von​ ​der ich​ ​bis dato ​dachte,​ ​dass​ ​nur​ ​alte​ ​Menschen​ sie ​bekommen.

Doch​ ​was​ ​diese​ ​Krankheit​ - ​außer ​Schmerzen ​- ​mit​ ​sich​ ​brachte,​ ​war ​mir​ ​zu diesem Zeitpunkt nicht annähernd bewusst.

Auf Spurensuche nach einem gesunden Körpergefühl

Bis​ ​zu​ ​meinem​ ​14.​ ​Lebensjahr​ ​war​ ​meine​ ​Jugend​ ​geprägt​ ​von​ Krankenhausaufenthalten, ständige​n ​Kontrollen,​ ​Physiotherapie und starken Medikamenten.​ Zu diesem Zeitpunkt war ich mit meinem Höchstgewicht von 80kg extrem weit entfernt von einem ​gesunden​ ​Körpergefühl.​ Ich konnte mich nicht auf meinen Körper verlassen, weil er nicht das machte, was ich wollte. Stattdessen ​musste ich mich ihm ​beugen​ ​und​ ​hatte​ ​keine​ ​Kontrolle​.​​ ​Ich​ ​hatte​ ​solche Hautrisse​ ​am Unterbauch,​ sodass ​man​ hätte denken können, ​ich​ hätte bereits​ ​ein Kind​ ​bekommen. Ich​ ​habe​ ​mich​ ​geschämt​ ​und​ ​ein​ ​immer​ ​schlimmeres​ ​Selbstbild​ ​von​ ​mir bekommen.

Eines Tages beschloss ich, ​die Kontrolle über mein Leben​ ​zu​ ​gewinnen.

Allerdings entschied ich mich für einen alles andere als gesunden Weg:​ ​In meiner damaligen​ ​Clique​ ​gab​ ​es​ ​zwei​ ​Mädchen,​ ​die​ ​essgestört​ ​waren.​​ Und genau dieses Verhalten​ habe ich mir abgeguckt. Anfangs habe​ ​ich​ ​versucht​ ​gar nichts​ ​mehr​ ​zu​ ​essen oder​ ​habe​ ​die​ ​Mengen​ ​auf​ ​ein​ ​Minimum runtergeschraubt,​ ​doch​ ​irgendwann​ ​war​ ​das nicht​ ​mehr​ ​zu​ ​ertragen.​ ​Also​ ​fing​ ​ich​ ​an,​ mir ​den​ ​Finger​ ​in​ ​den​ ​Hals​ zu ​stecken,​ ​um das Essen​ ​wieder​ ​heraus ​zu​ ​transportieren.​ ​Anfangs​ ​​fühlte​ ​ich mich​ ​stark: Ich​ ​hatte​ ​ein​ ​paar ​Kilo​ ​abgenommen,​ es fielen​ Komplimente​ und plötzlich wurde ich auch von​ ​Jungs gesehen.​ ​Ganz ehrlich: Mir​ ​hat​ ​gefallen,​ ​was​ ​für​ ​einen​ ​Effekt​ ​das hatte. Anfangs jedenfalls.

Die Spur führt ins Fitnessstudio

Aus der Abwärtsspirale, in die ich mich damit hinein katapultiert hatte, konnte mich nur eine wirkliche Leidenschaft ziehen. Zum Glück fand ich sie ein Jahr später.

Denn mit​ ​15 ​Jahren​ ​habe​ ​ich​​ ​mit​ ​meiner​ ​Mama​ ​zusammen​ ​im​ ​Fitnessstudio​ ​angefangen Sport​ ​zu​ ​machen und gedacht: „Wow​, ​Sport​ ​ist meine​ ​Lösung!“

Ich hatte endlich meine Leidenschaft entdeckt: Den Fitnesssport, Krafttraining und auch Kurse. Ich liebe es,​ ​mich​ ​auszupowern.​ ​Jahrelang​ hatte ​ich​ ​keinen Sport​ ​machen können ​und​ ​endlich​ hatte ich ​dieses​ ​unheimlich​ ​tolle​ ​Gefühl,​ ​meinen ​Körper​ ​spüren zu können. Nicht auf die ungesunde Art, die alles schlimmer gemacht hatte, sondern auf natürliche Weise.

​Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dann ​dazu​ ​entschieden, eine​ ​Ausbildung​ ​als Kurstrainerin​ ​zu​ ​starten.​ ​Ab​ ​diesem​ ​Zeitpunkt​ ​war​ ​der​ ​Sport​ ​nie​ ​wieder aus​ ​meinem Leben​ ​zu​ ​denken​ ​und​ ​bis​ ​heute​ ​ist​ ​diese​ ​Liebe​ ​da!​​ ​Zehn​ ​Jahres​ ​meines​ ​Lebens​ ​habe​ ​ich in diversen​ ​Fitnesskurse​n Menschen dazu verholfen,​ ​ein​ ​großartiges​ ​Körpergefühl zu entwickeln -​ ​kombiniert​ ​mit​ ​Freude​ ​und​ ​Leichtigkeit. Wenn man auf die früheren Spuren meines Lebens schaut, ist das​ ​einfach​ ​unbeschreiblich​ ​schön​ ​für mich und erfüllt​ ​mich​ ​zutiefst.

Die Spuren meines Erwachsenenlebens

Abseits vom Sport habe ich mit​ ​18​ ​​meine​ ​Ausbildung​ ​als​ ​Sozialversicherungsangestellte absolviert,​ ​anschließend Fachabi​tur ​gemacht​ ​und​ ​mit​ ​25​ ​Jahren​ ​meine​ ​Ausbildung​ ​als Krankenschwester abgeschlossen.​ ​Ich​ ​war​ ​eine​ ​richtige​ ​Musterschülerin,​ sehr zielstrebig, hatte ​immer​ ​gute​ ​Noten​ ​und​ ​habe​ ​immer​ ​durchgezogen. Doch mit​ ​23 Jahren​ hat mich mein Leben so richtig auf die Probe gestellt. Es kam so viel zusammen, dass ich ein Burnout und schwere Depressionen bekam, in dieser Zeit nicht einmal mehr Sport machen konnte und völlig energielos war. Nichts ging mehr. Einige Jahre Verhaltenstherapie halfen mir schließlich, diese ruhige und vertraute Stimme in meinem Inneren immer lauter werden zu lassen. Diese Stimme, die mir sagte: „​Jule, egal was​ ​kommt,​ ​du​ ​darfst​ ​nicht​ ​aufgeben.​ ​Du ​darfst​ ​einfach nicht​ ​aufhören.“ Ich​ ​habe dieser​ ​Stimme​ ​in​ ​mir​ ​vertraut​ ​und​ ​habe​ ​weitergemacht.​ ​Auch wenn es oft sehr hart war.

Es​ ​gab​ ​diese eine​ ​Sache​ ​in​ ​meinem​ ​Leben,​ ​die​ ​mir​ ​Energie​ ​zog ​und gleichzeitig potenzierte​ ​Energie​ ​zurückgab: Meine​ ​große​ ​Leidenschaft,​ ​der​ ​Sport.​ ​Ich​ ​fing wieder an und ging​ ​kleine​ ​Schritte​.​ ​Bin​ ​kleine​ ​Runden​ ​laufen​ ​gegangen,​ ​habe​ ​mich durchgekämpft.​ ​Leichte​ ​Kraftübungen,​ ​jeden​ ​Tag​ ​ein​ ​kleines​ ​bisschen​ ​mehr.​ ​Es ging immer mehr bergauf und ich kann mit Bestimmtheit sagen: Der​ ​Sport​ ​hat ​meinen​ Arsch​ ​gerettet.​ ​Ich​ ​habe​ ​mich​ ​zurück​ ​in​ ​mein​ ​Leben​ ​gekämpft,​ ​meine Ausbildung​ ​als Krankenschwester​ ​beendet​ ​und​ ​als​ ​Intensivkrankenschwester​ ​angefangen zu​ ​arbeiten.

Sport war für mich sehr erfüllend, doch in Bezug auf Ernährung hatte ich für mich noch keinen guten Mittelweg gefunden.

Über​ Online-Recherchen ​bin​ ​ich​ ​auf​ ​eines​ ​dieser​ ​neumodischen​ ​Fitnessprogramme gestoßen und​ ​hatte nach zehn ​Wochen​ Low Carb meine ​gewünschte​ ​Traumfigur.​ ​Ich hatte​ ​echt​ ​gute​ ​Ergebnisse​ ​und​ fühlte​ ​mich​ ​gut. Doch​ ​womit​ ​ich​ ​immer​ ​mehr​ ​zu kämpfen​ ​hatte,​ ​war​ ​der wie ich ihn nenne​“Kohlenhydrat-Psychoterror“.​ ​Kopfsache. Stundenlanges​ ​akribisches Einkaufen,​ ​um​ ​auf jedes​ ​Gramm​ ​Kohlenhydrate zu achten, zerrte an meinen Nerven.​ Es​ ​klingt​ ​krank​ ​und​ ​ich​ ​glaube,​ ​das​ ​war​ ​es​ ​auch. Ich​ bemerkte, dass​ ​ich​ ​fast wieder​ ​auf​ ​dem​ ​Weg​ ​in die​​ ​Essstörung​ ​war.​ ​Für​ ​mich​ ​stand​ ​ganz​klar​ ​fest,​ ​dass​ ​ich​ ​das​ ​nie​ ​wieder​ ​will! ​Ich will​ ​keine​ ​Diät​ ​mehr​ ​machen​, nie wieder.​ ​Ich möchte​ ​​ ​einen​ ​Weg​ ​finden,​ ​der​ ​gesund ist,​ ​langfristig​ ​zielgerichtet​ ​ist​ ​und​ ​mir​ ​den Körper​ ​bringt,​ ​den ​ich​ ​mir​ ​wünsche.

Ich ziehe eigene Spuren

Also ​fing​ ich ​an,​ ​mir​ ​Wissen​ ​anzueignen,​ ​habe​ ​diverse​ ​Fachliteratur​ ​studiert​ ​und​ ​viele Selbsterfahrungen​ ​gemacht.​ ​Vor​ ​mittlerweile​ ​zwei​ ​Jahren​ ​habe​ ​ich​ ​dann​ ​den Entschluss gefasst,​ ​dass​ meine ​Liebe​ ​zum​ ​Sport​ ​in​ ​Kombination​ ​mit​ ​Ernährungsexpertise​ ​meine Zukunft​ ​sein wird.​ ​Meine​ ​Ausbildung​ ​als​ ​lizensierte​ ​Personal​ ​Trainerin​ ​und Ernährungscoach​ ​habe​ ​ich erfolgreich​ ​absolviert.

Als Fitnessexpertin, Gesundheits- und Krankenpflegerin habe ich ​es​ ​mir​ ​zur​ ​Aufgabe gemacht,​ ​Menschen​ ​zu​ ​helfen,​ ​ein​ ​tolles​ ​Gefühl​ ​zu​ ​ihrem eigenen Körper​ ​zu​ entwickeln, Selbstbewusstsein​ ​aufzubauen​, Achtsamkeit​ ​und Selbstliebe​ ​zu​ ​erfahren.​ ​Ein​ ​gesunder, vitaler​ ​Körper​ ​ist ​essentiell​ ​für​ ​ein​ ​starkes​ ​Mindset und​ ​Erfolg​ ​im​ ​Leben.​

​Ich​ ​habe​ ​meinen​ ​Traum​ ​wahr​ ​gemacht​ ​und​ ​arbeite​ ​seit​ ​mittlerweile​ ​15 Jahren​ ​im Fitness-​ ​und​ ​Gesundheitsbereich​ ​- und​ ​ich​ ​bin​ ​noch​ ​lange​ ​nicht​ ​am​ ​Ende.​ ​Zu erleben, wie​ ​Menschen​ ​ihre​ ​Ziele​ ​erreichen,​ ​gesund​ ​sind​ ​und​ ​sich​ ​vitaler​ ​fühlen,​ ​ist​ ​einfach wunderbar​ ​und​ ​macht​ ​mich​ ​glücklich.​ ​Jeder​ ​hat​ ​genau​ ​dieses​ ​Gefühl​ ​verdient. Ich​ ​will, dass​ ​du​ ​erfolgreich​ ​wirst,​ ​dich​ ​stark und unbesiegbar​ ​fühlst.​

Dein​ ​Ziel​ ​ist​ ​meine​ ​Mission.​ Gemeinsam entfachen wir deine innere Heldin.